Archiv für den Autor: Sieglinde Stipsits

Nächster Stammtisch ?

wegen Corona vorläufig kein Stammtisch

Informationen zu einer eventuellen Mitgliederversammlung im September werden per Mail bekannt gegeben. 

Wir wünschen euch allen einen schönen Sommer und bleibt gesund!

 

 

 

GeLH Jahrestreffen in Wien vom 20. bis 22. Juli 2019

Der Vorstand des Dachverbands wollte gerne ein Jahrestreffen in Wien veranstalten. Grundvoraussetzung dafür war, ein passendes Hotel für 250 bis 350 Teilnehmer zu finden, mit optimalen Angeboten von Preis, Lage, Komfort, Qualitätsstandard und Veranstaltungsmöglichkeiten. Ergebnis der Suche war das Hotel Savoyen Vienna.

Damit stand einem Treffen in Wien nichts mehr im Wege. Die Mitglieder des RV VIE waren zwar anfangs skeptisch, aber letztendlich dann mit vollem Einsatz dabei.

Das Treffen beginnt entsprechend dem Motto, „Wien ist anders“, nicht wie üblich an einem Freitag, sondern am Samstag (Hotel Vorgabe) und sieht kein fixes Programm vor, sondern nur vier Programmfixpunkte:

Samstag, Begrüßung und Vortrag sowie Dinner im Hotel,

Sonntag, Fahrt mit der Oldie Tram und Besuch beim Heurigen Feuerwehr Wagner.

Da Wien so viele Sehenswürdigkeiten und Attraktionen bietet, sollte niemand durch ein fixes Programm eingeschränkt oder zwangsbeglückt werden. Alle Mitglieder sollten an Hand vorgegebener Tipps ihre individuellen Programmwünsche äußern können. Auf der DV Homepage waren unter „Jahrestreffen 2019“, „Mitteilung RV VIE“, Informationen aufgelistet. Unter dem „Wien Touristik“ Link war ein breiter Überblick über Wien Angebote zu finden und unter „individuelle Unternehmungs= möglichkeiten“ waren Empfehlungen des RV VIE gelistet, ebenfalls mit den zugehörigen Links. Aus den in Wien eingehenden Wünschen wäre dann ein Programmpaket geworden – außer zwei Anfragen gingen keine Wünsche ein, nicht für das Wochenende und nicht für die Tage davor und danach.

Wie die vielen Nachfragen bei Barbara zeigten, war diese Auswahlmöglichkeit für Jahrestreffen-Althasen scheinbar sehr ungewöhnlich und verwirrend.

Der aktuelle Programmablauf

Samstagnachmittag vergeht die Zeit wie im Fluge, Check-in, allgemeine und persönliche Begrüßungen sowie Kontaktgespräche in der Hotelhalle, im Kinosaal und während der Kaffeepause.

Auch der interessante, kurzweilige Vortrag des Finanzvorstandsmitglieds der AUA, CFO Mag. Wolfgang Jani, erscheint viel zu rasch vorbei.

Trotz des „Nord-Süd Sprachgefälles“ klappt die sprachliche Verständigung gut.

Der Samstagabend endet mit dem Gala Dinner im Hotel.

Diesmal stehen die Tische der Regionalvereine im Speisesaal nicht in Blöcken zusammen, sondern in einer Linie aneinander gereiht quer durch den Saal. Das erleichtert und fördert die nachbarlichen Kontaktaufnahmen zwischen den einzelnen Regionalvereinen.

Viele Gäste äußern sich im Vorbeigehen sehr zufrieden über das Dinner Angebot.

Nachdem erster Hunger und Durst gestillt, beginnt das „The Jokers Entertainment“ Ensemble mit der musikalischen Unterhaltung. (Band Leader Daria Kinzer ist die Tochter unseres RV VIE Mitglieds, Frau Dubravka Kinzer.)

Die „Jokers“ begeistern mit ihrer mitreißenden Show und ihren Liedern und heizen die Stimmung im Saal immer wieder an. Das geht bis morgens früh um 02:00 Uhr, bis auch der letzte Kölner den Saal verlassen hat.

Ein unvergesslicher, unterhaltsamer Abend!

Sonntagmorgen fahren die ersten Teilnehmer nach dem Frühstück mit der „Blauen“ Museum Tram um 0930 Uhr los, auf der Ringstraße rund um die Innenstadt, vorbei an den Prachtbauten und entlang des Donaukanals bis zum Karlsplatz.

Mitte des 19.Jh.hat Kaiser Franz Joseph die Stadtmauer schleifen und einen breiten Boulevard – die ca. 5,2 km lange Ringstraße – errichten lassen. Um das Projekt und die öffentlichen Prachtbauten finanzieren zu können, durfte das Großbürgertum, erstmals auch Juden, hier Grundstücke erwerben und die Ringstraßen Palais errichten.

Eingedenk der 1848 Revolution wurden am Donaukanal die Rossauer Kaserne und die, später wieder abgetragene, Franz Joseph Kaserne erbaut und wurde vorgegeben, die Breite des Boulevards für militärische Einsätze in Achterreih-Aufmarschformation vorzusehen.

Die weiteren Züge „Lila“, „Grün“, „Gelb“, „Rot“ folgen um 0935, 1000, 1055, und 1100 Uhr. Um einen reibungslosen Einstieg-Ablauf zu gewährleisten, sind den Zügen farbige Fahrscheine zugeordnet worden, worauf Abfahrtszeit und Wagon 1, 2 oder 3 vermerkt waren. Alle eingegangenen Anfragen und Wünsche nach bestimmten Zug-Abfahrtszeiten sind erfüllt worden.

Von der Endstelle Karlsplatz aus unternehmen viele Mitglieder eine Stadtführung, einige fahren mit der Oldie wieder ins Hotel zurück, von wo um 1200 Uhr ein RV Bus mit ca. 30 „schwach bei Fuß“ Teilnehmern zu einer Stadtrundfahrt startet.

Wien ist derzeit Großbaustelle. Vom Parlament z.B. ist nur die äußere Hülle hinter Baucontainern zu sehen. Der Innenteil wird völlig neu errichtet. Der Nationalrat tagt die nächsten Jahre in der Hofburg, die Büros sind in Container Pavillons am Heldenplatz und mehreren Nebengebäuden untergebracht. Die Rathausmitte ist wegen Renovierungsarbeiten „künstlerisch“ verdeckt, U-Bahn Strecken werden saniert oder neu gebaut, Straßen erneuert, Begegnungszonen errichtet …

Um 1530 Uhr geht’s zum Heurigen. Die Fahrt führt von der Klosterneuburg Seite des Wienerwalds über Leopoldsberg und Kahlenberg nach Grinzing zum Heurigen Feuerwehr Wagner.

1683, bei der zweiten Türkenbelagerung Wiens stürmte das Entsatzheer unter Führung des Polen Königs Sobieski von den Wienerwaldhöhen (Leopoldsberg, Kahlenberg) in das türkische Lager. Nach erbitterten Kämpfen treten die Türken in wilder Flucht den Rückzug an und lassen reichlich Beute zurück. Sie werden, wie auch bei der Türkenbelagerung 1529, nicht verfolgt, aber in den nächsten drei Jahrzehnten von Prinz Eugen von Savoyen auf dem Balkan nach Süden zurück geworfen, wo er 1717 die Festung Belgrad erobert und weitere Vorstöße der Osmanen vereitelt.  Mannschaftsstärken bei der Belagerung Wiens 1683:

Türken vor Wien: 300.000

Soldaten in Wien: 11.000,   Bürgerwehr: 6.000,   Entsatzheer: 65.000 (14.000 Polen).

Erster Bus Halt erfolgt auf dem Leopoldsberg. Von hier aus ist ein weiter Blick über Wien möglich und die Gelegenheit gegeben, die Kirche zu besuchen, wo der Pfarrer Historische Begebenheiten zum Leopoldsberg erzählt. Der Burghof der mehrmals zerstörten und wieder aufgebauten Burg aus dem 12. Jh. wird um 1700 Uhr geschlossen. Also Weiterfahrt zum Ausblick auf den Kahlenberg. Nicht alle nutzen diesen Bus Stopp für einen Ausblick. Viele drängt es schon weiter, denn zu groß sind inzwischen der Wunsch und das Verlangen nach Einkehr beim Heurigen.

Mit Petrus ist vereinbart, wenn die Engerl nach Wien kommen, bitte Sonnenschein! Petrus hat sich an die Vereinbarung gehalten. So können wir beim Heurigen die vorbereiteten, geplanten Plätze im Garten einnehmen. Diesmal wieder, wegen der Unterteilung des Gartens durch Büsche, in alt gewohntem Stil, d.h. in RV Blöcken. Rasch sind die vorbestellten Getränke und Aufstriche serviert und kehrt leibliches Wohlgefühl ein, das aber schon bald nach deftigerem Essen verlangt. Daher werden die drei aufgebauten Buffets vorzeitig mit den Wiener Leckereien beladen und die Buffets eröffnet. Die vorbereiteten, typischen Wiener Speisen berücksichtigen die verschiedenen Geschmäcker der Gäste und sind dementsprechend ausgewählt. Das reichliche Sortiment, die Menge und laufend nachgefüllte Schüsseln sind Garant für satte, zufriedene Mitglieder.

Die Stimmung ist gut und ausgelassen. Wozu auch das Musik Duo im Weinkeller beiträgt. Im anfangs zaghaft, später intensiver besuchten Weinkeller werden bei Wiener Heurigenmusik die alten Fässer und Kelleranlage bestaunt. So manches Pärchen kann einem Tänzchen im Keller nicht widerstehen.

Die vielen Eindrücke und Strapazen des Tages sind ermüdend. Deshalb fahren die ersten Gäste schon um 21 Uhr zum Hotel zurück. Als der Gartenbetrieb um 23 Uhr endet, sind nur noch Wiener Mitglieder anwesend, die dann ins Haus wechseln und dort weiter machen.

Für die viele ausgesprochenen und gesendeten Belobigungen und Danksagen unserer Gäste in Wien, sagen auch wir herzlich DANKE!

Wir haben uns bemüht, den Aufenthalt in Wien für Sie so erfreulich und schön wie möglich zu gestalten, was scheinbar gelungen sein dürfte, wie die vielen netten Rückmeldungen zeigen. Auch Petrus hat seine Zufriedenheit zum Ausdruck gebracht.

Wir freuen uns schon aufs Wiedersehn bei der 70 Jahr Feier in QSH!

Mike Slomka

Vorsitzender

Gemeinschaft ehemaliger Lufthanseaten

Region VIE-AUSTRIA

Webdatei – Jahrestreffen2019   http://gelh.de/Jahrestreffen_2019.html

Webdatei – Bilder Jahrestreffen2019   http://gelh.de/BILDER%20JAHRESTREFFEN5_2019.html